HOMÖOPATHIE BEI BABYS

KURZ ERKLÄRTES KOMPLEXES PRINZIP

Die Homöopathie ist eine alternativmedizinische Behandlungsmethode, die von dem deutschen Arzt Samuel Hahnemann erforscht wurde.
Das passende homöopathische Mittel löst einen Reiz aus, der die Selbstheilungskräfte aktiviert und dem Körper so hilft zu gesunden. Deswegen nennt man sie auch Reiz- und Regulationstherapie.
Das Ähnlichkeitsprinzip ist die Grundlage der Homöopathie, welches besagt, dass eine Substanz, die beim Gesunden bestimmte Symptome hervorruft, ähnliche Symptome beim Kranken zu heilen vermag.
Dabei wird der Wirkstoff in der Homöopathie stark verdünnt und in Form von kleinen zuckerhaltigen Kügelchen verabreicht.
Die Homöopathie ist eine ganzheitliche Behandlungsmethode und wird von erfahrenen Ärzten und Heilpraktikern eingesetzt und erfreut sich darüber hinaus immer größerer Beliebtheit bei der Selbstmedikation, weil sie eine sanfte und nebenwirkungsarme Therapie ist.
Das passende Mittel bei alltäglichen Erkrankungen lässt sich in der Regel anhand einfacher Kriterien schnell herausfinden.

SANFTE HILFE FÜR DIE KLEINSTEN

Nach neun Monaten wohliger Geborgenheit im Mutterleib muss ein Neugeborenes vielerlei Veränderungen meistern.
Sein kleiner Körper muss schon ein Höchstmaß an Anpassungsleistung vollbringen. Nahrungsverwertung, Filterung durch Nieren und Leber, Verdauung und die Ausbildung seines eigenen Immunsystems sind unglaubliche Umbauprozesse die in seinem Inneren ablaufen.
In seinem ersten Lebensjahr muss ein Baby zahlreiche Entwicklungsschritte meistern.
Manche Babys haben dabei mehr Schwierigkeiten als Andere und es können Beschwerden unterschiedlichster Art daraus resultieren.
Mit sanft wirkenden homöopathischen Arzneien können gezielte Entwicklungsreize gesetzt werden, um so die Beschwerden zu lindern und eine optimale Reifung anzuregen.

PROBLEME NACH DER GEBURT KÖNNEN SEIN

  • Geburtsschock, Geburtstrauma
  • anhaltender Säuglingsschnupfen
  • Hautprobleme (Milchschorf, Windeldermatitis, Seborrhoisches Ekzem)
  • Soor (Pilzinfektion) im Mund oder Windelbereich
  • Verdauungsbeschwerden (Blähungen, Koliken, Verstopfung, Reflux)
  • Zahnungsbeschwerden
  • Unruhezustände
  • andauerndes und anhaltendes Schreien
  • Schlafstörungen | Störungen im Schlaf-Wach-Rhythmus
  • Trinkschwäche, Gedeihstörungen
  • Anpassungsstörungen | Reife- und Entwicklungsverzögerungen

DREIMONATSKOLIKEN

Die genauen Ursachen für die häufig vorkommenden Dreimonatskoliken sind bislang nicht eindeutig geklärt.
Vieles spricht dafür, dass das noch ungenügend ausgereifte Verdauungssystem in den ersten Lebensmonaten zu Beschwerden wie Blähungen und Bauchschmerzen führt.
Die Beschwerden können übermäßiges Schreien verursachen, bei gestillten und nicht gestillten Babys gleichermaßen.
Die Schreiattacken zeigen sich etwa ab der zweiten Lebenswoche und steigern sich in den darauffolgenden Wochen. Ab etwa dem dritten Lebensmonat gehen die Symptome meist rasch wieder zurück.
Sie können sich aber auch - allerdings in wesentlich selteneren Fällen - auch über den dritten Lebensmonat hinaus noch zeigen.
In der Homöopathie gibt es einige sehr bewährte Globuli, die die Dreimonatskoliken erleichtern können.
Geben Sie immer nur ein Mittel, am besten 1 Kügelchen in die Wangentasche schieben. Wiederholen Sie die Gabe, wenn nötig: im hoch akuten Stadium alle 15-20 Minuten, jedoch nicht öfter als 10 x hintereinander.
Im Normalfall ist so eine häufige Gabe nicht notwendig. Geben Sie die Globuli nicht prophylaktisch – in der Homöopathie behandelt man immer nur das, was tatsächlich an Symptomen vorhanden ist (von sehr wenigen Ausnahmen abgesehen). Im Zweifel fragen Sie immer Ihren Kinderarzt, weil Bauchschmerzen auch andere und unter Umständen gefährliche Ursachen haben kann!

MITTEL BEI DREIMONATSKOLIKEN

  • CHAMOMILLA D12: Das Baby hat offensichtlich unerträgliche Schmerzen, ist heiß, verschwitzt,schreit laut, wütend, wirkt rastlos, schlägt um sich, nur beim Tragen kann es sich etwas beruhigen.
  • COLOCYNTHIS D12: Das Baby zieht die Beinchen an den Körper, Druck und Wärme scheint zu helfen. Wirkt ärgerlich, empört und unruhig. Erleichternd wirkt, wenn Blähungen und Stuhl abgehen.
  • MAGNESIUM PHOSPHORICUM D12: Wenn die Koliken sich durch Wärme wie z. B. ein warmes Bad oder eine Wärmflasche (unbedingt darauf achten, dass sie nicht zu heiß ist!) bessern, sowie durch massieren des Bäuchleins kneten.
  • DIOSCOREA VILLOSA D6: Wenn sich das Baby (im Gegensatz zu Colocynthis) nach hinten überstreckt und Krämpfe weiter anhalten; beim zusammenzukrümmen (Knie Richtung Bäuchlein schieben), verschlimmern sich die Schmerzen
  • LYCOPODIUM D12: Wenn die Koliken besonders zwischen 16 und 20 Uhr auftreten, das Bäuchlein stramm ist wie eine Trommel, mit lautem Kullern. Symptome kommen durch Mehlspeisen und Süßes; durch Zwiebeln, Kohl, Bohnen (über die Muttermilch)
  • PULSATILLA D12: Wenn das Baby jämmerlich und anhänglich ist und die Koliken als Folge von fetten Speisen, Süßem, Gebäck oder Kuchen entstehen (die die stillende Mutter zuvor gegessen hat)

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