EINSCHULUNG

Neues Umfeld. Feste Regeln. Neue Kinder. Hausaufgaben

Aufgeregt, mit großen Erwartungen, nervösen Blicken, einer Schultüte und einem viel zu groß erscheinenden Schulranzen erleben die meisten Erstklässler ihren ersten Schultag. So einprägsam und bedeutend ist dieser erste Schultag, dass sich die meisten Erwachsenen noch sehr gut an diesen aufregenden Morgen in ihrer Kindheit erinnern. Mit Spannung wird auch ihr Kind sich so manche Frage stellen.
Bekomme ich eine Lehrerin oder einen Lehrer? Neben wem werde ich sitzen? Was werde ich alles erleben?

EIN NEUER LEBENSABSCHNITT UND RHYTMUS

Der ungewohnte Lebensrhythmus ist eine große Umstellung für die Kinder. Mit dem Schulanfang kommen auf die Erstklässler viele neue Aufgaben zu. Um die Kinder bei der Lebensumstellung zu entlasten, ist es sehr hilfreich, wenn sie sich an einen festen Tagesablauf gewöhnen. Jedes schulpflichtige Kind muss ausreichend Schlaf bekommen. Außerdem brauchen Kinder Ruhe bevor sie sich auf den Schulweg machen. Um seinen neuen Alltag zu bewältigen, muss ein Erstklässler nach dem Unterricht abschalten dürfen. Die Kleinen benötigen etwa eine halbe Stunde Spielpause nach dem Essen, bevor sie mit den Hausaufgaben beginnen sollten.
Auch nach den Hausaufgaben sollte Gelegenheit zum Spielen geschaffen werden – am besten im Freien.

GESUNDE ERNÄHRUNG AUCH IN DER SCHULE

Untersuchungen über die Ernährung von Kindern haben in den letzten Jahren gezeigt, dass gerade Schulkinder immer öfter ohne Frühstück und ohne das klassische Pausenbrot und die Obstbox in die Schule kommen. Dieses kann fatale Auswirkungen auf die Konzentration und die Lernfähigkeit haben.
Frühstück und Pausenbrot sollten ein Drittel der täglich benötigten Energie liefern. Wichtig ist bei der Zusammenstellung der Mahlzeiten die Vollwertigkeit, die vor allem durch Getreide, Obst, Gemüse und Milchprodukte sichergestellt wird. Dann ist auch gegen einen Schokoriegel nichts einzuwenden. Ein selbstgemachtes Müsli mit Haferflocken, Yoghurt und Obst ist der ideale Start in einen erfolgreichen Schultag. Dazu reicht man am besten Mineralwasser, ungesüßte Fruchtschorle oder Früchtetee.
Ein ausgewogenes Schulfrühstück mit frischem Obst und Gemüse macht Kinder fit für den Schulalltag. Dieses wirkt sich auch positiv auf Lernfreude und Lernerfolg aus.

Mehrere über den Tag verteilte kleine Mahlzeiten sind für Kinder sehr wichtig, da der Körper die Energie noch nicht ausreichend speichern kann und deswegen schneller verbrennt. Wenn der Blutzuckerspiegel absinkt, reduziert sich die Leistungsfähigkeit. Eine ausreichende und ausgewogene Ernährung ist für ein gesundes Wachstum und eine positive Entwicklung extrem wichtig.
Die Fälle von Diabetes, ADHS und Fettleibigkeit bei Kindern steigen ständig. Manchmal lassen sich Kinder sich von ihren schlechten Essgewohnheiten schwer abbringen. Dann kann es hilfreich sein, auf geeignete Nahrungsergänzungsmittel mit Vitaminen und Mineralien zurückzugreifen, die aber unbedingt auf das Kind abgestimmt sein sollten.

PAUSENFRÜHSTÜCK

Das Frühstück als erste Mahlzeit am Morgen ist und bleibt das Sprungbrett in den Tag und ist deshalb für Kinder besonders wichtig. Die Energiespeicher sind am morgen weitestgehend leer, deswegen sollten die Kinder ihr erstes Frühstück zu Hause und ein zweites Frühstück in der Schule essen. So sind Kinder ausreichend mit Nährstoffen versorgt um den Anforderungen in der Schule gerecht zu werden. Neben der Energie zum Lernen dürfen auch die Vitamine und Mineralstoffe in der Pausenbox nicht zu kurz kommen.
Die Pausenmalzeit sollte abwechslungsreich gestaltet werden und die Ausgewogenheit im Vordergrund stehen. Ein ideales Frühstück in der Pause besteht aus vier Komponenten: Getreide (Brot/Brötchen), Obst oder Gemüse, Milch bzw. Milchprodukte (Käse) und einem Getränk. Durch liebevolle Zubereitung und Kompromisse bei der Frühstücksauswahl macht man Kindern Lust auf das zweite Frühstück in der Schule. Saftiges und Knackiges, Salziges und Süßes packt man am besten getrennt ein, denn wer mag schon zermatschtes Käsebrot und Apfelspalten mit Wurstgeschmack. Eine ansprechend befüllte, stabile und gut schließende Brotbox macht Appetit und die Kinder werden gerne frühstücken. Das Pausenbrot sollte optimalerweise zum Wetter passen. Wurstbrote werden im Sommer schnell unansehnlich. Brotstangen in Kombination mit viel Obst und Gemüse oder auch mal ein Quetschi oder Früchte-Riegel sind dann eine gute Alternative. Als Getränk eignen sich am Besten Wasser oder Schorlen (Verhältnis 1 Teil Saft + 3 Teile Wasser) oder ungesüßter Früchtetee.

TIPPS FÜR DIE BOX

Bleibt vom Pausenbrot etwas übrig? Nachfragen, was nicht geschmeckt hat oder warum es nicht gegessen wurde?
Nicht nur Obst und Gemüse, sondern auch Brot in mundgerechte Stücke schneiden oder ausstechen mit Plätzchenausstechern. Außerdem kann es auf Spieße gesteckt werden, so haben die Kinder jeden Tag eine bunte Überraschung in der Pausenbox.
Wenn Ess- und Bewegungspause getrennt sind, eignet sich auch mal ein Müsli mit Obst oder ein Joghurt mit frischen Früchten für die Pause. Hin und wieder einen kleinen Zettel mit netten Botschaften mit in die Pausenbox stecken.

DIE SCHULTÜTE

Schon seit dem Mittelalter gilt der Eintritt eines Kindes in die Schule hierzulande als besonderer Tag, der festlich begangen wird.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts
entstand in Sachsen und Thüringen die Tradition, den Kindern ihren Schulbeginn zu versüßen:
Große spitze Tüten wurden von den Eltern mit Naschwerk, Obst und Nüssen gefüllt und den Kindern später in der Schule durch den Hausmeister übergeben.
Die Schultüte war zunächst nur in den größeren Städten bekannt und unter den wohlhabenden Gesellschaftsschichten. In den folgenden Jahrzehnten dehnte sich der Brauch aber auch auf die ländlichen Gebiete aus.
Nach den beiden Weltkriegen waren Schultüten nicht immer und überall mehr üblich, da die finanziellen Mittel in vielen Familien fehlten. Ab etwa 1950 setzte sich dann die (oft noch vergleichsweise spärlich aber süß gefüllte) Schultüte wieder durch...

Beim Befüllen der Schultüte empfiehlt es sich, beim Naschwerk Maß zu halten. Sicherlich sollte gerade die Lieblingssüßigkeit Ihres Kindes nicht fehlen, doch eine „Zuckertüte“ sollte es im Hinblick auf seine gesunde körperliche Entwicklung und gesunde Zähne nicht sein.
Wenn Kinder von klein auf daran an gewöhnt sind, wenig Süßes zu essen, wird es ihnen auch in späteren Jahren nicht besonders fehlen.
Außerdem bieten sich genügend andere Möglichkeiten zum Befüllen der Schultüte, an denen ihr Kind mit Sicherheit genauso viel Spass hat...

TIPPS FÜR DIE SCHULTÜTE

Wärmepuppe
Pixie Bücher
Erste Hilfe Tasche mit Pflastern usw.
T-Shirt
Socken
Trinkflasche
Pausenbrotdose
Obst, z.B. Äpfel
Apfelsaftschorle (ungesüßt)
Trockenobst

Müsliriegel ohne Zucker
Gummibärchen aus Fruchtsaft
Nüsse (z.B. als „Studentenfutter“)
Vollkorngebäck
Laugengebäck
Reiscracker
zuckerfreie Kaugummis
kleiner Ball
Springseil
Straßenmalkreide

Würfel
Kartenspiel
Geschicklichkeitsspiel
Bleistifte, Buntstifte, Radiergummi,
Füller und Tintenkiller
Schere, Lineal, Klebestift
Wasserfarben
Hausaufgabenheft
Verkehrsicherheitsübungsheft
Sicherheitsreflektoren

  • MUTTER UND KIND APOTHEKE

    Bei uns warten ein paar Überraschungen auf die neuen Schulkinder. Außerdem führt der Trubel rund um die Einschulung bei vielen Kindern zu Nervosität und Unruhe. Die Folge können Schlafstörungen oder Konzentrationsschwierigkeiten sein. Wir können helfen, kommen Sie vorbei...